Impfungen      Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) festgelegten Schutzimpfungen sind Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen, auf die Gesetzlich Versicherte Anspruch haben. Über den Pflichtkatalog hinaus gehende Impfungen, insbesondere anlässlich privater Auslandsreisen, müssen nicht von den Krankenkassen übernommen werden, jedoch dürfen die Krankenkassen sie seit 2007 übernehmen, mit der Folge, dass die große Mehrzahl der Krankenkassen sie auch übernimmt. Grundlage für die Festlegungen des GBA sind die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) - Achtung: die von der STIKO empfohlenen Schutzimpfungen sind nicht automatisch Pflichtleistungen der Gesetzlichen Krankenkassen, sondern erst nach deren Bestätigung durch den GBA! Private Krankenversicherungen folgen in der Regel den Empfehlungen der STIKO - eine Festlegung durch den GBA erfolgt hierbei nicht! Zu den Schutzimpfungen im Erwachsenenalter, die Pflichtleistungen der Gesetzlichen Krankenkassen sind, gehören insbesondere: Tetanus: Auffrischimpfung aller 10 Jahre nach Grundimmunisierung, Diphtherie: Auffrischimpfung aller 10 Jahre nach Grundimmunisierung, Virusgrippe (Influenza): Personen über 60 Jahre sowie Risikogruppen, Pneumokokken (u. a. Lungenentzündung): Personen über 60 Jahre sowie Risikogruppen, Poliomyelitis: alle ohne Grundimmunisierung sowie Risikogruppen, FSME (Zecken): Personen in Risikogebieten in Deutschland, Pertussis (Keuchhusten): bestimmte Risikogruppen, Haemophilus influenzae Typ B: bestimmte Risikogruppen, Hepatitis A: bestimmte Risikogruppen, Hepatitis B: bestimmte Risikogruppen Masern, Mumps, Röteln: bestimmte Risikogruppen, Meningokokken, Tollwut, Typhus: bestimmte Risikogruppen, Varizellen: bestimmte Risikogruppen, Gelbfieber: nur im Ausnahmefall (Dienstreisende).
Dr. med. Ralf-Olaf Schäfer
Facharzt für Innere Medizin
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